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Der Grüne Baumpython (Morelia viridis)

Wissenschaftliche Bezeichnung: Morelia viridis
Trivialname: Grüner Baumpython
Familie: Boidae
Schutzstatus: WA II
Herkunftsgebiet: Papua Neuguinea und einige angrenzende Inseln wie Yapen, Biak, Aru und der australischen Halb-Insel Cape York (Tropische Regenwälder).

Karte mit freundlicher Genehmigung von www.dorka.de
Festlandformen: Sorong, Wamena, Jayapura, Merauke
Inselformen: Aru, Biak, Cape York, Yapen
Lebensweise: Der natürliche Lebensraum des Morelia viridis sind dieTropischen Regenwälder bis zu 2000NN (Meter über den Meeresspiegel).Dort lebt der Python auf Bäumen und in Sträuchern und ist so gut wie nie auf dem Boden anzutreffen. Am Tage ruht er typisch zusammengerollt im Geäst. In der Dämmerung wird er dann aktiv und geht auf Beutefang. Der Python ist ein Lauerjäger der sich dann Kopfüber vom Geäst hängen lässt und mit seiner pigmentierten Schwanzspitze peitschenartig umher wedelt. Hiermit täuscht er einen Wurm vor und hofft auf Beute, in freier Wildbahn wäre das z.b eine Echse oder ein Vogel. Wenn das Nahrungsangebot ausreichend ist kann er ein ganzes Leben auf einem Baum verbringen. Lediglich zur Paarungszeit suchen die Tiere einander und weiten ihr Gebiet aus.
Nach der Paarung trennen sich die Paare und gehen wieder ihre eigenen Wege.
Haltung
Haltung/Pflege: Auch der Baumpython stellt Ansprüche an seine geschaffene Welt im Terrarium. Unabdingbar sind Kletter sowie Ruheplätze die ihm ausreichend Versteck möglich keiten bietet. Es eignen sich hierbei besonders Hölzer wie Buche und Weide. Nadelbaumäste sind absolut ungeeignet und sollten auf gar keinen Fall verwendet werden. Der austretende Harz stellt eine Verletzungsgefahr dar, die Tiere können daran haften bleiben.
Bodengrund: Es gibt eine viel Zahl von Bodengrundsubstraten, diese spielen aber bei Baumpython eine untergeordnete Rolle, da sich dieser so gut wie nie auf dem Boden aufhält. Beispiele sind Pinienrinde, Rindenmulch, Fasertorf, Terra Bark usw. Sie verbreiten einen angenehmen Geruch und speichern hervorragend Wasser was wiederrum gut für die Luftfeuchtigkeit für unseren Baumpython ist.
Luftfeuchtigkeit: Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen benutze ich eine Beregnungsanlage von E N T, diese ist in den Abend stunden für ca. 1 min im Einsatz. Die Luftfeuchtigkeit steigt auf 96% und fällt langsam wieder ab. Zusätzlich besprühe ich den Chondro mit einer Sprühflasche Inhalt (Wasser) das er bereitwillig über sich ergehen lässt und die Wasserperlen von seinem Köper trinkt. Es ist darauf zu achten das, das Terrarium auch wieder abtrocknet und sich keine Staunässe bildet dies wiederum würde zu einer schädlichen Schimmelbildung führen. Die Beregnungsanlage ist regelmäßig zu reinigen um eine Keimbildung zu vermeiden.
Heizung: Ich beheize meine Terrarien mit einem 80 Watt Heatpanel das über einem BRT-500 Thermostaten geregelt, die Tagestemperatur von 31 Grad sowie die Nachttemperatur von 24 Grad mit I/10 Grad abweichung hält.Die eingestellten Werte überwache ich Digital sowie analogen Messgeräten.
Beleuchtung: In der Beleuchtungsfrage will ich mich kurz fassen. Ich persönlich habe Niedrigenergie Leuchtstoffröhren (Tageslicht) von 18 Watt in meinen Terrarien die absolut ausreichend sind. So spare ich weitere Energiekosten. UVB und UVA Lichtquellen benötigt der Baumpython nicht.
Trinkbehälter: Ich habe jeweils eins auf dem Boden und eins in der höheren Region angebracht wobei ich es noch nicht beobachten konnte das sie aus diesen getrunken haben.
Bepflanzung: Das Terrarium sollte ausreichend bepflanzt werden. Dies hat zweierlei Gründe. Es bietet den Tieren ausreichend Versteckmöglichkeiten und trägt zur Aufrechterhaltung der Luftfeuchtigkeit bei. Es können Kunstpflanzen sowie echte Pflanzen benutzt werden, wobei echte immer mehr her machen. Dies jedoch ist Geschmacksache und sollte jeder Halter für sich selbst entscheiden.
Terrarium: Morelia Viridis benötigt kein hohes Terrarium.Meine Tiere pflege ich in Terrarien der größe 120x070x070.Durch das montieren der Heatpanel in einer Seite des Terrariums (Decke) kann ich meinen Tieren verschiedene Temperaturzonen anbieten.
Belüftung: Trotz der konstant hohen Luftfeuchtigkeit ist darauf zu achten das keine stickige Luft im Terrarium entsteht. Dies würde zu Atemwegserkrankungen führen. Für ausreichenden Luftaustausch soll gesorgt sein. Für eine bessere Luftzirkulation können Kleinventilatoren Abhilfe schaffen. Sind jedoch die Belüftungsgitter ausreichend vorhanden und bemessen kann man gänzlich auf sie verzichten.
Persönliches Fazit: Von vielen Schlangenhaltern wird der Baumpython als schwer zu pflegende Schlange eingestuft und man ist der Meinung er gehört nur in Elitäre kreise unter den Terrarianern.Wird man den Pflegeansprüchen gerecht kann man sich sehr wohl an solch einem tollen Tier erfreuen.
Ich pflege diese Tiere nun bereits einige Zeit und kann daher sagen es gibt für mich keine schöneren Python. Viele Schlangenliebhaber titulieren ihn als grünen Langeweiler. Das Bild was ich mir machen konnte ist ein ganz anderes, das beobachten des Chondros beim trinken von seinem eigenen Körper, oder deren Streifzüge in der Nacht durch das Terrarium faszinieren mich immer wieder aufs neue. Hinzu kommt die tolle Farbenpracht bei den einzelnen Lokalformen oder den noch spektakuläreren Zuchtformen wie Gläser Sternchen ,Highjellow, Blue Forest, Ella-Diablo und Calico.
Ich distanziere mich deutlich von der Zucht von sogenannten Hybriden.Dies sind halb Teppichpythons (morelia spilota) und halb Morelia viridis. Diese Nachzuchten werden Carpondro genannt. Wie solch ein Tier im adulten Alter auszusehen vermag kann man nur erahnen.
Hier meine ich sollte es aufhören, die Profitgier einiger Züchter ist leider größer als der Spaß und der Freude am Hobby. Ich hoffe das sich die art der Hybriden niemals durchzusetzen vermag, weil kein Mensch sagen kann wo dies einmal hinführen wird. |